Der häufigste Einwand bei Kaltakquise ist nicht das Geld. Es ist die Unsicherheit: “Ich weiß nicht, was auf mich zukommt.” Deshalb vorab der vollständige Ablauf, damit Sie vor der Anfrage wissen, was Sie erwartet.
Schritt 1: Die Anfrage
Eine kurze E-Mail genügt. Was hilfreich ist:
- Was macht Ihr Unternehmen?
- Haben Sie bereits eine Website? Wenn ja, welche?
- Gibt es einen konkreten Anlass? (Relaunch, neue Gründung, bestehende Seite ist veraltet)
- Welche Inhalte sollen rein? (Leistungen, Team, Referenzen, Kontakt — ungefähr reicht)
Sie müssen kein Pflichtenheft schreiben. Drei bis fünf Sätze sind oft genug, damit ich eine erste Einschätzung geben kann.
Schritt 2: Rückmeldung und Klärungsfragen
In der Regel melde ich mich innerhalb von 48 Stunden. Entweder mit einer belastbaren Einschätzung oder mit zwei, drei Rückfragen, die vor einem Angebot sinnvoll sind:
- Soll die Seite auch englischsprachig sein?
- Haben Sie bereits ein Logo, Farben, Bildmaterial — oder brauchen wir das neu?
- Gibt es bestehende Texte, die übernommen werden sollen?
Das Ergebnis dieses Austauschs ist ein klares Angebot mit Festpreis.
Schritt 3: Umsetzung
Nach Freigabe baue ich die Seite auf Basis Ihrer Inhalte. Zwischenstände schicke ich Ihnen zum Anschauen — nicht zum Absegnen von Komma und Pixel, sondern damit Sie frühzeitig sagen können: “Passt” oder “Das bitte noch anders.”
Die Erstellung dauert bei einer typischen Firmenwebsite ein bis zwei Wochen. Bei einfacheren Seiten kann es auch in wenigen Tagen fertig sein.
Was Sie in dieser Phase tun müssen:
- Fragen beantworten, wenn sie kommen
- Inhalte bereitstellen (Text, Bilder, Kontaktdaten)
- Kurzes Feedback zu den Zwischenständen
Mehr nicht. Kein Projektmanagement-Jour-fixe, keine Abstimmungsrunden.
Schritt 4: Live-Schaltung
Sobald Sie die Seite freigeben, geht sie online. Vorher kläre ich alle technischen Details:
- Domain (bestehend oder neu)
- Hosting (meist Cloudflare, kostenfrei)
- Rechtliches (Impressum, Datenschutzerklärung)
- Grundlegende SEO-Sichtbarkeit
Nach der Live-Schaltung bekommen Sie eine kurze Übergabe: Welche Zugänge haben Sie, welche liegen bei mir, wie meldet man sich für Änderungen.
Schritt 5: Änderungen nach der Veröffentlichung
Hier liegt der wichtigste Unterschied zu einem klassischen Agenturprojekt: Nach dem Live-Gang ist das Projekt nicht abgeschlossen — aber auch nicht teuer.
Kleine Änderungen (neue Öffnungszeiten, neuer Mitarbeiter im Team, aktualisierte Preise, Urlaubshinweis) sind ein Anruf oder eine E-Mail. Der Aufwand wird konkret beziffert und liegt für typische Textänderungen im niedrigen zweistelligen Euro-Bereich.
Größere Erweiterungen (neue Unterseite, neue Leistung, Umbau eines Bereichs) werden wie ein kleines eigenes Projekt behandelt: kurzer Austausch, Festpreis, Umsetzung.
Was explizit nicht passiert
- Kein Grundgebühr-Abo, auch nicht “nur 19 Euro im Monat”
- Keine automatische Bindung für Jahre
- Keine unangekündigten Updates oder Designänderungen
- Keine Cookie-Banner-Flut, keine Tracking-Tools, die Sie nicht bestellt haben
Der rote Faden
Von der ersten E-Mail bis zur veröffentlichten Seite vergehen bei einfachen Projekten wenige Tage, bei typischen Firmenauftritten ein bis zwei Wochen. Danach ruht das Projekt, bis Sie sich melden — und das ist der Punkt.